Wieder taucht vor Japan ein Boot voller Leichen auf

Das Geisterschiff wurde am Donnerstag an Land gezogen. Es ist nicht das erste seiner Art.

An der Küste von Japan ist erneut ein Geisterschiff mit Toten entdeckt worden, die vermutlich aus Nordkorea stammen. Wie die japanische Küstenwache in der nördlichen Provinz Aomori am Donnerstag bekanntgab, handelt es sich um vier zum Teil skelettierte Leichen.


Das gekenterte Holzboot war auf dem Meer entdeckt und in einen Hafen gezogen worden. Seit Jahren werden an der japanischen Küste immer wieder Dutzende Fischerboote, teils voll mit Leichen, an Land gezogen.

Die sogenannten Geisterschiffe stammen höchstwahrscheinlich aus Nordkorea. In den vergangenen Wochen häuften sich die Funde. Japans Küstenwache zählte in diesem Jahr bereits mehr als 100 Boote.

Experten nehmen an, dass in Nordkorea eine Lebensmittelknappheit herrscht, die auch mit den internationalen Sanktionen zusammenhängen könnte. Diese könnten Fischer dazu zwingen, immer öfter und immer weiter auf das Meer hinauszufahren. Durch die schlechten Motoren und das Fehlen moderner Navigationssysteme, könnten sie zu weit hinaustreiben und den Rückweg nicht mehr finden.

Ein Indiz dafür ist eine lebende Besatzung, die es bis nach Japan schaffte. Die Nordkoreaner gaben an, dass ihr Motor mitten im Meer aus ausfiel. In Japan bleiben wollten sie jedoch nicht, sondern baten darum, wieder in ihr Land zurückzukehren. Dieser Bitte kam man in dieser Woche nach.

 
admg   

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