Written by thomas.jaeger    Sunday, 07 January 2018 04:23
Havarie: Yachten von Helgoland-Fähre demoliert

Vermutlich wegen eines technischen Defekts geriet die "Helgoland" außer Kontrolle, rasierte die Pfähle des Schwimmstegs und quetschte zwei Boote an der Pier ein

Helgoland ist über die Feiertage ein beliebtes Törnziel – für die Besatzungen zweier Yachten verlief der Jahreswechsel allerdings dramatisch. Ihre Boote wurden an Silvester von der unkontrolliert driftenden Inselfähre an der Pier eingequetscht und schwer beschädigt. Das 83 Meter lange Berufsschiff trieb mit solcher Wucht durch das Hafenbecken, dass es vor der Kollision mit den Sportbooten die massiven Stahlpfähle, an denen in der Saison die Schwimmstege geführt werden, regelrecht abrasierte.   


Gegen 12.50 Uhr sollte die "Helgoland", die die Insel von Cuxhaven aus ganzjährig bedient, planmäßig im Südhafen der Insel anlegen, dazu über die Backbordseite drehen und an der Westkaje festmachen. "Die Besatzung hatte die Leinen schon an Land gegeben, aber augenscheinlich gab es Probleme, das Schiff gegen den kräftigen Südostwind an die Kaje zu bringen", berichtet Jörg Rabe, Vormann des auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede".

Sofort setzten die Seenotretter das Tochterboot "Verena" aus, um der "Helgoland" zu Hilfe zu eilen. Vermutlich war deren Bugstrahlruder ausgefallen, sodass die Fähre gegen den Wind nicht ankam. Schließlich gelang es, die Fähre an der Ostkaje festzumachen. Alle 78 Menschen an Bord der "Helgoland" blieben unverletzt, der Liniendienst wird vorerst mit der kleineren "Funny Girl" fortgesetzt.

Weniger glimpflich ging der Vorfall für die beiden Segelyachten aus, die schwer beschädigt wurden. Auf einem der Schiffe bracht der Mast.

 
admg   

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